Die Kelten, das Horoskop der Kelten orientiert sich nicht an der Stellung der Sterne eines
Sonnensystems, sondern an dem Wissen um die Kräfte der Bäume

 
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Kelten: Geschichte Wurzeln und Kultur

Die Kelten

Kelten Symbole, Kelten Kultur

Die Kelten waren eine Gruppe von Völkern in Mitteleuropa (vom Norden Spaniens bis nach Böhmen) während der jüngeren Eisenzeit (ca. 500 v. Chr.). Je nach Fachgebiet oder Sichtweise werden mit dem Begriff Kelten entweder Stämme mit einer ähnlichen materiellen Kultur (archäologische Definition) oder eine mittel- und westeuropäische Sprachengemeinschaft der frühen Eisenzeit bezeichnet. Ob die Kelten eine Ethnie, d. h. eingeschlossenes Volk bildeten, ist ungeklärt.

Als Zeit der „klassischen Kelten“ ist die La-Tène-Kultur anzusehen, die im 5.–1. Jahrhundert v. Chr. weite Teile Mitteleuropas prägte. Der Name La Tène bezieht sich auf einen Fundort in der Nähe des Neuenburgersees (Westschweiz), wo in der Mitte des 19. Jahrhunderts reiche Funde gemacht wurden, z.B.. Stein Skulpturen und Bilder auf Tontafeln.

Begriff Kelten

Der Begriff Kelten geht auf griechische Überlieferungen aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. zurück, die die Keltoi zum einen an den Quellen der Donau und zum anderen im Hinterland von Marseille identifizierten. Das Auftreten dieser vorgenannten Kelten  fällt mit der eisenzeitlichen Späthallstattkultur in Mitteleuropa zusammen. Diese Kelten Kultur hatte sich seit etwa 750 v. Chr. in einer Region zwischen Ostfrankreich und der Schweiz über Süddeutschland und Österreich bis Slowenien aus den ansässigen spätbronzezeitlichen Kulturen entwickelt, wobei teilweise Kontakte zu der südeuropäischen Antike nachgewiesen wurden. Die Kultur der Kelten ist berühmt für ihre reich mit Goldschätzen ausgestatteten Fürstengräber in Süddeutschland und in der Bourgogne, aber auch Kelten Kunst wie Stein Skulpturen sowie Malerei - Bilder auf Tontafeln - wurden hier gefunden.

Ausbreitung der Kelten

In der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts gerieten die Gesellschaften am nördlichen und westlichen Rand der Hallstattkultur zunehmend unter den Einfluss der Kelten, und übernahmen einen Teil der keltischen Sitten und Kultur, und wurden quasi ins hallstättische Beziehungsnetz eingebunden, wobei besonders die Hunsrück-Eifel- und die Champagne-Marne-Region im Westen sowie die Gegend um den Dürrnberg in Österreich bei dieser Entwicklung eine bedeutende Rolle einnahmen.

Der Hallstattkultur folgt die uneingeschränkt als keltisch zu bezeichnende La-Tène-Kultur (ab ca. 480 v. Chr. bis 40/0 v. Chr., je nach Region), deren Kunststile durch mediterrane Vorbilder geprägt sind. Die La-Tène-Zeit stellt die Periode keltischer Hochkultur dar.



Ausdehnungsgebiet der Kelten

Die größte Ausbreitung erreichten die Kelten um 200 v. Chr.. Im Osten der keltischen Siedlungsgebiete, - im weitesten Sinn „rechtsrheinisch“ -, verschwand die keltische Kultur in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. weitgehend, was möglicherweise mit dem Vorrücken germanischer Stämme nach Süden zusammenhängen könnte. Dagegen überlebte die keltische Lebensart in Gallien und südlich der Donau in Rätien – sowie u. a. auch im heutigen Rheinland-Pfalz, Saarland und Bayern – nach Eroberung durch die Römer unter Caesar noch einige Jahrzehnte und ging mit zunehmender Romanisierung etwa seit der Zeitenwende in der relativ eigenständigen gallo-römischen Kultur auf.

Kelten in Britannien

Der Ursprung der Kelten auf den britischen Inseln ist umstritten. Spuren einer Einwanderung sind für den Großteil der Inseln unbekannt und bis auf den Südosten Englands auch wenig wahrscheinlich; eventuell waren die britischen Inseln jedoch darüber hinaus sprachlich mit dem keltischen Festland verbunden. Dennoch besteht auf den britischen Inseln eine keltisch geprägte Kultur, wobei die Zuordnung hier insbesondere aufgrund linguistischer Annahmen erfolgt. Ausschließlich in Südost-England sind für das 1. Jahrhundert v. Chr. auch archäologische Zeugnisse der „klassischen“ kontinentalen keltischen Kultur nachzuweisen. Dieses Inselkeltentum blieb in Irland und Wales noch bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. eigenständig erhalten und wandelte sich erst im Zuge der folgenden Christianisierung.

Schriften der Kelten

Die Kelten vermieden es vermutlich bewusst, gesellschaftliche, religiöse oder ihre Tradition betreffende Inhalte schriftlich festzuhalten – wie beispielsweise Caesar berichtet. Es gibt aber sowohl eine Reihe Inschriften in griechischer Schrift als auch archäologische Nachweise von Schreibgerät aus den spätkeltischen Oppida, die Schriftlichkeit – besonders in wirtschaftlichen Belangen – und eventuelle Fremdsprachenkenntnisse, zumindest der Oberschicht, nahe legen. Trotzdem beruhen die Kenntnisse über die Kelten auf der Geschichtsschreibung ihrer mediterranen Nachbarn (antikes Griechenland, Römisches Reich) sowie auf archäologischen Funden. Die spätantike/frühmittelalterliche Ogham-Schrift, die z. B. von irischen Grab- und Grenzsteinen des 4.-7. Jahrhundert n. Chr. bekannt ist, scheint nur wenigen Eingeweihten bekannt gewesen zu sein und nur begrenzte Aussagemöglichkeiten gehabt zu haben.

Das Kelten-Horoskop

Das Horoskop der Kelten orientiert sich anders als neuzeitlich-westliche Horoskope nicht an der Stellung der Sterne eines Sonnensystems zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern an dem Wissen um die Eigenschaften der Bäume. Der Baum war ein Mittelpunkt der keltischen Lebensweise und Philosophie. Einige Bäume galten den Kelten als heilig, und man vermutete die Heimat ihrer Götter in ihnen. Die Druiden hielten Sitzungen in abgelegenen Wäldern ab, diskutierten die Eigenschaften der Bäume und erweiterten das Wissen kontinuierlich weiter. Das Horoskop der Kelten umfasst 21 Bäume oder Baumzeichen. Die Bäume wurden nach Kraft, Wachstum, Härte und Lebenserwartung klassifiziert. 19 dieser Bäume hatten zwei Zeitabschnitte pro Jahr zugeordnet bekommen. Die zwei anderen Bäume - der Olivenbaum und die Eiche - bekamen nur einen Tag im Jahr zugeordnet an dem sie herrschend sind. Der Olivenbaum und die Eiche galten als Stark und Weise. In den Menschen die in diesem Baumzeichen geboren wurden, wurden auch diese Eigenschaften vermutet, und waren als Führer prädestiniert.

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